Weltorchideenkonferenz in Dresden 2026 ein großer Erfolg

Am vergangenen Wochenende ging sie zu Ende, die lange erwartete Weltorchideenkonferenz in Dresden. Da ich an der Durchführung des Vortragsprogramms beteiligt war, hatte ich genaue Einblicke in die Abläufe, sodass nach 1,5 Jahren der Planung und Abstimmung ein abwechslungsreiches Vortrgasprogramm zustande kam. An vier Tagen konnten die Registranten immer zwischen drei parallelen Sessionen wählen. Die Vortragssprache war englisch, aber über eine von uns zur Verfügung gestellte APP konnte jeder Teilnehmer seine Landessprache auf seinem Mobiltelefon erhalten. Trotz Krisen in Nahost kamen fast alle VortragsrednerInnen.

Unten der Austellungsstand von Franz Glanz

Dendrobium glomeratum unten

Champion der Schau eine Schomburgkia Cattleya Hybride

Die Ausstellung war riesig mit über 90 Ausstellungsständen. Eine ganze Messehalle war dem Orchideenverkauf vorbehalten. Es war nicht möglich dort einen Überblick zu erhalten.

Ich vermute aber dass auch SpezialistInnen auf ihre Kosten kamen und seltene Stücke ergattern konnten.

Dendrobium speciosum

Dendrobium senile

Die Bewertung der Schaustände und Einzelpflanzen wurde von 180 BewerterInnen durchgeführt und dauerte einen ganzen Tag. Am Samstagabend wurde in der Brauerei Watzke ein würdiges Galadinner veranstaltet, dabei wurden die Besitzer der besten Pflanzen und der besten Schaustände geehrt. Mit über 1000 RegistrantInnen war diese Weltorchideenkonferenz eine der erfolgreichsten der letzten Jahrzehnte.

Roland Schettler mit Bijaya Pant aus Nepal und Kanchit Thammasiri aus Thailand

Das Berwertungsteam Dendrobium

Meine erste Weltorchideenkonferenz habe ich als Teenager in Frankfurt 1975 besucht, dazwischen viele dieser Konferenzen in vielen Ländern besucht, dort ebenfalls als Bewerter und Vortragsredner fungiert, aber so nah wie in Dresden war ich noch nie am Thema Weltorchideenkonferenz beteiligt.

Eine Komplexhybride von der Firma Dürbusch

Dendrobium wilsonii gelb aus Nachzucht

Dendrobium wilsonii soll es in den Farben weiß, rosa und gelb geben. Ich habe alle drei Varianten. Allerdings blüht im Moment die gelbe einmal wieder. Die jetzt blühende Pflanze stammt aus einer Nachzucht, die durch die Schwerter Orchideenzucht nachgezogen wurde. Die Pflanzen werden in Töpfchen mit Rinde kultiviert und wachsen eher etwas wärmer. Ich habe sie in der Nähe der Heizung aufgehängt. Leider sind sie sehr empfänglich für Fusarium Infektionen. Aber dass ist ja ein bekanntes Dendrobium-Problem.

Die Pflanze wurde 1906 von Rolfe für Südchina aus Höhen zwischen 1000 bis 1300m beschrieben.

Noch was Neues Dendrobium salaccense

Ursprünglich hatte ich diese Orchidee als Dendrobium ovatum gekauft. Als sie jetzt blühte war es doch eine ganz andere Pflanze. Es ist die oben genannte Pflanze, sie stammt aus Thailand, Myanmar, Laos, Borneo, Sumatra und China. Sie wurde 1830 von Lindley beschrieben. Kultivierung temperiert im Topf mit Orchideengranulat, regelmäßiger Düngung. Leider halten die Blüten nur wenige Tage.

Endlich mal was Neues Dendrobium junceum

Diese interessante Pflanze habe ich vor drei Jahren bei O&M entdeckt. Sie hat verdickte Bulben an der Basis und danach einen sehr dünne stielartigen Trieb und stielartige Blätter. Ich kultiviere sie in Rindensubstrat sehr hell. Am Ende der Triebe entstehen offenbar über Jahre immer mal wieder Blüten, welche ungefähr eine Woche halten. Bei mir ist es Winter eher kühl, sodass sich die Pflanze immer im Sommer erholen muss.

Die Pflanze ist eine Tieflandart von den Philippinen und Borneo, sie wurde Lindley 1842 beschrieben, der Name deutet auf den grasartigen Trieb hin.

Sarcochilus hartmanii

Eine meiner Langzeit Überlebenden Orchideen ist oben genanntes Sarcochilus. Ich habe die Pflanze 1989 in Cairns Australien ausgesucht und via Päckchen nach Kassel schicken lassen. Viele Jahre hat sie nicht geblüht, weil diese Pflanzen sehr viel Licht benötigen. Seit einigen Jahren hängt sie bei mir im GW ganz oben im First.

Topfkultur in grober Pinienrinde, während des Triebwachstum viel Wasser mit regelmäßiger Düngung. Eine kurze Trockenphase fördert das Blütenwachstum.