Coelia bella mitten im Sommer

Seit nun bald drei Jahren blüht die Coelia bella zweimal im Jahr nämlich im Winter und im Sommer. Die Pflanze hat inzwischen eine ziemliche Größe. Sie wächst meist terrestrisch in Mexiko, Honduras und Guatemala. Angeblich warm zu kultivieren, aber die Herkunftshöhe ist 500 bis 1500m. Bei mir hat sie es kühl. Sie steht im Topf mit Rinde, die alle paar Jahre gewechselt wird. Während des Wachstum gebe ich reichlich Dünger. Die Pflanze ist sehr ausladend und hoch.

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Was ist eigentlich Dendrobium inversum?

Vor einigen Jahren gab es vom Orchid Digest, der optisch besten Orchideenzeitschrift der Welt, ein Sonderheft zu Dendrobium – Sektion Dendrobium. Darin hat André Schuiteman aus Kew mit einigen Ungereimtheiten bezüglich der Namenspriorität aufgeräumt. Und diese Art war auch dabei. Der Name stammt von Bradshaw & Cortauld aus dem Jahr 1895.

Alle anderen Namen wie Dendrobium dickasonii Williams 1940, Dendrobium arachnites Rchb.f. 1874, Dendrobium seidenfadenii Senghas& Bockemühl 1978 und Callista arachnites Kuntze 1891 sind und anderem auch wegen Beschreibungsregelfehlern als Synonyme zu behandeln.

Aufgebunden ist meine Nachzuchtpflanze im jetzt sehr heißen Sommer eine echte Herausforderung, aber trotzdem scheint die Pflanze, wenn sie täglich einmal Wasser bekommt, recht widerstandsfähig zu sein. Vor Jahren hatte ich auch größere Pflanzen, welche aber auch durch Fusariuminfektion gestorben sind.

Dendrobium inversum

Dendrobium densiflorum mitten im Sommer

Gelernte Gärtner werden das nicht so überraschend finden, für mich ist es sehr ungewöhnlich, dass diese Pflanze jetzt blüht. Leider ist sie in einem sehr schlechten Zustand, denn im vergangenen Winter hatte sie eine Infektion mit Fusarium. Viele Triebe sind gelb geworden. Trotzdem hat die Pflanze an den verbliebenen Trieben Blütenstände.

Die Art wurde wurde 1830 von Lindley beschrieben sie wächst ungefähr zwischen 1000 und 2000 m als Epiphyt in auf Ästen und manchmal sogar lithophytisch in z.B. China, Indien, Laos.
Kultur im Topf mit Rindensubstrat. Düngung wird gut vertragen. Während des Neutriebwachstum reichlich wässern. Für Blüten möglichst hell und etwas trockener. Bulben sollten nicht schrumpfen.

Dendrobium devonianum

Als dieses Dendrobium in entdeckt wurde, löste es in Europa einen Hype aus. In der Gärtnerei von Frederick Sander sollen Pflanzen kultiviert worden sein, deren Blütenfülle wie Wasserfälle wirkten. Heute ist die Art nur selten in Kultur und wahrscheinlich in der Natur ziemlich gefährdet. Nach einem neuen Buch über indische Dendrobien ist sie sehr gefährdet. Ich kultiviere mehrere Sämlinge mit unterschiedlichen Methoden. Am besten funktioniert reines Sphagnum, welches aber schnell veralgt. Die Pflanze in Mineralsubstrat ist jetzt schon relativ groß, wenn sie auch jedes Jahr nur zwei Triebe generiert. Die Pflanze auf Ton hat sehr kurze Triebe wahrscheinlich durch Wassermangel. Leider ist diese Art sehr anfällig für Spinnmilben und Fusarium.

Dendrobium devonianum Nachzucht

Was ist eigentlich Dendrobium leonis?

Vor geraumer Zeit hatte ich hier etwas zu oben genannter Art geschrieben und auch ein Bild dazu gestellt. Vor einigen Wochen habe ich in einer Orchideengärtnerei eine Pflanze gekauft, die sich im Habitus und in der Blüte von der damals vorgestellten Pflanze unterscheidet.

Die Pflanze kommt in Vietnam, Borneo, Thailand, Sumatra und Laos in Höhen bis 1100m vor. Sie wurde von Reichenbach 1864 beschrieben. Der Name bezieht sich auf die Löwenmaul ähnliche Blüte. Die Pflanze gehört zur Sektion Aporum und ist blattsukkulent. Kultur in beiden Fällen aufgebunden auf Plastikgitter ohne oder mit sehr wenig Moos. Durch die Sukkulenz sind die Pflanzen sehr robust.

Falls also hier jemand helfen kann bitte melden.