Ich vermute, dass nach dem Ende der Schattierungsphase diese Pflanze mehr Licht erhielt und deshalb jetzt blüht. Denn in der Literatur steht, dass diese Art im gesamten Jahr blühen kann. Die Pflanze steht in einem Topf mit Rindensubstrat, sie wächst sehr langsam, sie hat sehr fleischige Wurzeln. Wahrscheinlich mag sie nicht zuviel Düngung.
Die Art wurde 1932 von Ames et. al. für die Philippinen beschrieben.
Vor einigen Jahren anläßlich einer Orchideenschau in China hat besagtes Dendrobium einen der Hauptpreise in der Einzelpflanzenbewertung gewonnen. Die leuchtend orange Farbe leuchtete weit in die Halle hinein und faszinierte die Bewerter.
Mein Dendrobium bullenianum blüht jetzt zum 2. Mal in diesem Jahr. Ich kultiviere die Pflanze im kleinen Topf in mittelgrober Rinde und dünge regelmäßig. Interessant die Pflanze wächst und blüht gleichzeitig, dass ist nicht immer der Fall bei Dendrobiumarten. Bullen war ein britischer Gärtner im 18. Jahrhundert nach ihm benannte Reichenbach die Pflanze 1862. Die Pflanze sollte warm kultiviert werden, da sie in Tieflandregenwäldern auf den Philippinen vorkommt. Meine Pflanze wird seit jetzt 3 Jahren eher temperiert also bei 18 Grad am Tag und 14 Grad in der Nacht kultiviert.
Schon 1907 beschrieb Rolfe diese Orchidee für Vietnam für Höhen bis 2000m, scheint also auch relativ kühl kultiviert zu werden. Leider benötigt die Pflanze mit ihren großen Bulben und sehr großen Blättern viel Platz. Sie wird in einem Teakkorb in Rinde kultiviert und regelmäßig gedüngt. Sie hat sehr große weiße Blüten und eine gelbe Lippe.
Meine Pflanzen sind aufgebunden und sind sehr hell aufgehängt. Leider bilden sie oft Kindel statt ersehnter Blüten. Aber jetzt nach der Entfernung der Schattierung blüht eine Pflanze außerhalb derFrühjahrsblütezeit.
Jetzt blüht sie wieder mit vielen Blütenständen. Sie wird in Rinde in einem Korb kultiviert und regelmäßig gedüngt. Die Blüten sind sehr groß und mit bis zu 3 je Blütenstand auch zahlreich.
Noch Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts konnte man regelmäßig Importe von Dendrobium devonianum kaufen. Wenn sie auch oft nicht überlebten, so blühten sie trotzdem aus den alten vorhandenen Bulben des Vorjahrs.
Schon damals stelle ich mir vor, wie das wohl im 19.Jahrhundert im Schaugewächshaus von Frederick Sander war. Es wird von überhängenden voll aufgeblühten Kaskaden dieser Art berichtet.
In der vergangenen 10 Jahren kamen immer mal wieder Sämlinge dieser Art in den Handel. Ich habe sie aufgebunden und in verschiedenen Substraten in kleinen Töpfen kultiviert. Sie haben inzwischen Trieblängen von ca. 30 cm. Wahrscheinlich wäre ohne den jetzt vergangenen heißen Sommer noch mehr Länge möglich gewesen.
Ein Exemplar, welches in feinem mineralischen Substrat wächst, hat jetzt imerhin 14 Blüten gebracht.
Hier kurz zur Art: Beschrieben 1840 von Paxton, wächst in Höhen zwischen 500 und 2000m in Bergwäldern an Stämmen in China, Laos , Vietnam, Thailand, Indien etc.
Meine großen thailändischen gelben Dendrobien haben schon wieder Blüten, jetzt zum 3.Mal. Hat wohl damit zu tun, dass ich die Schattierung vor einigen Wochen entfernt habe. Die Orchideen haben dazu angefangen wieder zu wachsen. Der Grund dafür ist, eine höhere. Luftfeuchte diese führt zu einer niedrigen Saugspannung, welche Wasser und Nährstoffe langsam in die Pflanzen transportiert. Während des vergangenen Sommers war durch niedrige Luftfeuchte die Saugspannung oft sehr hoch, aber trotzdem waren die Spaltöffnungen geschlossen, weil der Wasserverlust zu hoch war. Daraus folgte weniger Kohlensoffdioxid, weniger Fotosynthese und weniger Transport von Mineralstoffen. Die Pflanzen waren meist mit Atmung beschäftigt, also mit dem Überleben. Sie sind nicht gewachsen.
Meine Pflanze stammt von Jens Röhl und ist erst einmal überhaupt umgepflanzt worden. Die sehr dünnen Triebe haben sehr feine Blätter, die für Spinnmilben empfänglich sind. Besonders bestechend finde ich das leuchtende Pink der Blüte. Die Pflanze blüht jetzt sogar zum 2.Mal.
Isochilus linearis
Isochylus linearis wurde von Brown im Jahr 1813 für Südamerika in Höhen zwischen 300 bis 3600m Höhe. Eschrieben aber kommt meist so bis ca. 1500m vor.
Temperaturführung temperiert also ca. 18 Grad am Tag und um 15 Grad in der Nacht. Regelmäßig gießen und düngen.
Komischerweise völlig außerhalb der Zeit blüht diese etwas ausladend wachsende Orchidee. Ich vermute sie wird im Winter noch weiter blühen. Kultiviert wird sie in einem Topf mit Rinde. Ihre Triebe sind bis über 1 m lang, jedenfalls mein Klon.
Die Pflanze wurde 1985 von Seidenfaden beschrieben, sie wächst in Thailand und Vietnam. Angeblich in unterschiedlichen Höhen als Epiphyt.
Dies ist eine Pflanze, die noch von meiner Reise nach Australien stammt, hoffe ich zumindest. Sie ist auf einem kleinen Holzstück montiert und wächst kriechend darüber. Die Bulben sind sehr klein, stehen dicht, sodass sich ein Rasen bildet. Die Pflanze stammt von Standorten ohne regelmäßigen Niederschlag. Deshalb kann sie wochenlang ohne Wasser auskommen, Luftfeuchte reicht aus. Es gibt wohl zwei Unterarten, eine mit stabförmigen Bulben und eine mit linsenförmigen Bulben. Die stabförmige ist var. prenticei. Meine ist die stabförmige, sie wurde 1881 von F. Müller als Bulbophyllum beschrieben. Sie stammt aus Queensland, Australien aus Höhen zwischen 0 und 1950 m. Besonders australische Wissenschaftler haben sich an zahlreichen Umbenennungen versucht.