Dendrobium crystallinum

Diese Orchidee stammt aus Höhenlagen zwischen 700 und 1700m Höhe in ganz Südostasien. Der Name bezieht sich auf den crystallinen Glanz auf der Lippe. Die Pflanze wurde 1868 von Reichenbach dem Jüngeren beschrieben. Kultur aufgebunden hell, eventuell wäre eine bessere Wasserversorgung zuträglicher. Temperatur 18° C oder mehr am Tag. Nachts reichen 12°C besonders im Winter.

Dendrobium anosmum

Bedingt durch ständige Wetterumschwünge und viel zu kalte Nächte scheinen meine Orchideen völlig aus dem Rhythmus zu kommen. So blüht jetzt Dendrobium anosmum. Die Blüten haben mehrere Monate knospig damit gewartet. Die Pflanze ist aufgebunden, hat sogar schon ihre Neutriebe. Diese wachsen nicht gut, da eine regelmäßige Wasserversorgung bei dieser Kultur nicht möglich ist. Die Unterlage trocknet zu schnell wieder ab.

Die Art wurde 1845 von Lindley beschrieben, der Artname soll auf das Nichtvorhandensein eines Duftes hinweisen. Damit wäre es eigentlich eine falsche Bezeichnung, denn die Art duftet. Sie kommt in ganz Südostasien bis Höhen von 1300 m vor und hat über meterlange Triebe. Für eine sichere Blüte, muss die Pflanze bei uns ab Oktober trockener gehalten werden, bis die Blütenknospen zusammen mit den Neutrieben erscheinen.

Weitere Orchideen blühen

Obwohl sich viele Pflanzen jetzt eher in der Phase des Triebzuwachses oder der Neubildung von Bulben befinden, gibt es noch Nachzügler bei den blühenden Orchideen.

Eine der Pflanzen ist Bulbophyllum wendlandianum, sie wächst auf einer Rindenunterlage bzw. eher frei durch Gewächshaus.

Bulbophyllum wendlandianum

Die andere Pflanze bzw. Pflanzen sind Dendrobium aggregatum Exemplare sowie Dendrobium friedericksianum, welche aufgebunden oder in kleineren Töpfen sehr hell kultiviert werden.

Laelia tenebrosa

Ich bin mir gar nicht sicher ob diese Art nicht auch schon Cattleya genannt wird. Sie befindet sich seit 30 Jahren in meiner Sammlung und generiert jedes Jahr einen Neutrieb, der dann im darauffolgenden Frühsommer blüht. Die Pflanze stammt aus Brasilien und wurde 1891 als Varietät von Laelia grandis durch Rolfe beschrieben. Kultur warm und hell im Winter etwas trockener und kühler. Verzeiht auch Kulturfehler.

 

Coelogyne vanoverberghii

Diese Coelogyne habe ich vor vielen Jahren mal als vermeintlich neue Art erhalten. Es hat sich aber herausgestellt, es ist die Art Coelogyne vanoverberghii. Sie wurde 1915 von Ames für den belgischen Missionar und Pflanzensammler Vanoverbergh beschrieben. Die Pflanze wächst epiphytisch auf der Insel Luzon (Philippinen) in Höhen von 1700m. Bei mir wird sie im Topf in Rinde  kultiviert und sie blüht jedes Jahr. Es ist hilfreich sie sehr hell zu kultvieren. Temperatur am Tag 18°C und in der Nacht 14°C. Im Sommer ist sie auch mit höheren Temperaturen zufrieden.

Coelogyne vanoverberghii

Coelogyne parishii

Grüne Coelogynen mit schwarz gefärbeten Lippen fand ich auf Ausstellungen und in Gärtnereien schon immer sehr auffallend und besonders. Ich habe einmal eine Coelogyne pandurata besessen. Leider lebt sie nicht mehr, da es bei mir in der Kultur im Winter zu kalt ist. Ein möglicher weiterer Kandidat mit dieser Blütenfärbung ist Coelogyne parishii, sie hat ebensolche Blüten, die etwas kleiner sind. Aber die Pflanze kommt mit meinen etwas kühleren Temperaturen gut zurecht.

Die Pflanze wurde 1862 für Burma von Hook benannt. Der Name bezieht sich auf Parish einen englischen Orchideenkenner des 19. Jahrhunderts. Pflanze ist eine Tieflandart.

Kultur im Topf mit Rindensubstrat. Regelmäßig düngen.

Coelogyne parishii

 

Paphiopedilum Pinocchio

Aus der Zeit in der ich in meiner kleinen Stadt anläßlich verschiedener Feste Orchideenberatung angeboten habe und für die Schwerter Orchideenzucht Pflanzen ihre Orchideen verkauft habe, stammt das jetzt mal wieder blühende Paphiopedilum Pinocchio, ein kleines Pflänzchen mit mehr oder weniger hellgelben Blüten. Warum es überlebt hat, entzieht sich meiner Kenntnis, denn eigentlich kann ich Paphiopedilum nicht so gut kultivieren. Es scheint wohl einen Klon Pinocchio gelb zu geben. Da die Kreuzungspartner Paphiopedilum glaucophyllum und Paphiopedilum primulinum sind, scheint dann letztere in der Kreuzung dominanter zu sein. Da ich aber kein Spezialist für Orchideenhybriden bin, ist dies nur eine Vermutung.

 

Ich kann es wohl doch – Cattleya schilleriana

Über viele Jahre habe ich es immer mal wieder versucht Cattleya Pflanzen zu kultivieren. Mit sehr bescheidenen Erfolgen. So habe ich mehrere Cattleya lueddemaniana als Frischimporte gekauft und regelmäßig auch gekillt. Dabei habe ich natürlich auch so Anfängerfehler gemacht, wie Importe wurzelnackt im Herbst zu kaufen. Aber trotzdem hat es unter dem Strich nur bei meiner Cattleya maxima geklappt, die ich seit über 10 Jahren erfolgreich kultiviere. Einer meiner Orchideenfreunde hat mir im vergangenen Jahr eine Cattleya schilleriana geschenkt. Eine große ausgewachsene Pflanze. Sie wurde im temperierten Abteil in Firsthöhe aufgehängt, regelmäßig gedüngt und sie hat jetzt einen Blütenstand ausgebildet und auch die Haltung der Blüte ist sehr gut. Offenbar eine gute Kreuzung. Die Pflanze stammt wohl ursprünglich von Jörg Fresonke.

Cattleya schilleriana wurde 1857 von Reichenbach F. beschrieben und nach Konsul Schiller aus Hamburg benannt, der ein bekannter Orchideenkenner und Sammler war.  Die Pflanze stammt aus Esperito Santo in Brasilien und kommt in Höhenlagen von 800 m vor.  Zwischen Sommer und Herbst gibt es dort wohl keine Niederschläge, was darauf hindeutet, dass die Pflanze dann eher sehr trocken gehalten werden kann. Auch gibt es Angaben zur Temperaturführung zwischen kalt bis warm. Ich vermute, dass es nur deshalb bei mir klappt.

Nagelielia purpurea

Die Pflanze stammt aus Mexiko, Honduras, Guatemala und El Salvador aus Höhenlagen von 1500 m und wächst auf horizontalen Ästen zwischen Moos. Die alten Blütenstände bilden über Monate weitere Blüten und sogar in den Folgejahren. Also niemals abschneiden. Die Art wurde 1940 von L.O.Williams beschrieben. Kultur aufgebunden ohne Substrat. Regelmäßig ansprühen und 1-2 Mal in der Woche tauchen. Gelegentlich düngen.

Dendrobium boosii

Durch meine Kontakte zu Jim Cootes wurde ich für das Orchideenjournal immer mal wieder auch auf spektakuläre neue Dendrobium Arten aufmerksam. So haben Jim und seine Freunde in einem Orchideenjournal online auch diese sehenswerte Art beschrieben. Vor ein paar Jahren hatte dann die Schwerter Orchideenzucht Exemplare davon.

Dendrobium boosii

Es handelt sich um Dendrobium boosii, es wurde 2011 von Cootes &Suarez für die Philipinnen beschrieben und kommt angeblich zwischen Flechten und Moos auf Bäumen in ca. 700m Höhe vor. Sollte also warm kultiviert werden. Warm ist es bei mir nur im Sommer. Pflanze ist aufgebunden auf Tonstück und ist eigentlich meist zu trocken. Trotzdem klappt es mit regelmäßigen Blüten, die zwar klein sind aber sehr attraktiv. Habe eben mal im Netz nachgeschaut, es gibt auch in Deutschland Anbieter dieser Art. Ach ja die Pflanze ist nach Ronnie Boos einem Deutschen benannt, er arbeitet auf den Inseln und ist ein Orchideenkenner.